Die Schutzgebühr

Sie haben sich entschlossen, einem Tier aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu geben.

Hierfür im Namen Ihres neuen Hausgenossen herzlichen Dank !!!

Bestimmt haben Sie sich schon mit der Problematik der Tiere aus dem Tierschutz - und hier von Hunden die aus dem Ausland sind - beschäftigt.

Manche fragen sich vielleicht:

„Schutzgebühr, wofür, wenn ich doch schon einem dieser armen Tiere helfe“?
Gutes tun kostet eben auch. Auch wir Tierschützer müssen bezahlen und bekommen nichts umsonst.

„Und was, wenn ich einen Hund bekomme, der doch nicht ganz gesund ist, und den ich erst mal noch tierärztlich versorgen lassen muss“?
Das kann natürlich auch bei einem Hund vom Züchter passieren. Man sollte immer einen "Sparstrumpf" haben für Kosten.

"Von Privat oder aus dem deutschen Tierheim sind die Hunde viel billiger."
Dann wählen sie sich dort einen Hund aus. Auch diese Hunde freuen sich auf ein Zuhause. Jedoch sollte die Gebühr kein ausschlaggebender Faktor bei der Auswahl sein.
Vor der Vermittlung nennen wir ihnen die Gebühr und sie können selbst entscheiden, ob sie den Hund dann möchten oder nicht.

Wir wollen kein Geheimnis aus den Gebühren machen.

Hier sollen sie aber aufgeklärt werden.

Wir möchten Sie deshalb über die Aufgaben der Tierschützer und die Kosten die im Tierschutz entstehen informieren.

Sie sehen hier auf der Homepage viele Hunde, die krank oder verletzt oder völlig unterernährt aus Tötungsstationen in Spanien, Rumänien oder Ungarn kommen. Da gilt es erst einmal, sie vor ihrer Einreise nach Deutschland „reisefertig“ zu machen. Diese Arbeit wird von den Tierschützern vor Ort in aufopferungsvoller Arbeit geleistet. Besonders wichtig ist es hier, die Tiere zu impfen, damit sie die Reise über die Grenze überhaupt antreten dürfen. Und jedes Tier erhält einen Microchip.

Dann muss der Transport nach Deutschland geplant und organisiert werden. Einige Hunde werden erst einmal in Deutschland auf private Pflegestellen gebracht.

Dort können auch Kosten entstehen, denn einige Tiere sind in so einem desolaten Zustand, dass sie intensiver tierärztlicher Betreuung bedürfen. Bis ein Tier dann endlich in sein endgültiges Zuhause ziehen kann, ist oftmals ein kleines Vermögen in so eine arme Seele investiert worden.

Darüber hinaus werden die Tiere im Ausland versorgt, die nicht das Glück haben nach Deutschland kommen zu können: Dort entstehen hohe Pensionskosten.

Die Einnahmen aus den Schutzgebühren sind nach dem Sozialprinzip aufgebaut. Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten nötig sind, tragen die alten oder kranken Hunde mit. Die Schutzgebühr liegt im Normalfall bei 290 Euro. Für Welpen verlangen wir eine Gebühr von 350 Euro, weil sie einen Teil der Ausgaben der älteren Hunde mittragen müssen. Für ältere Hunde ist die Gebühr entsprechend weniger, damit auch sie eine Chance haben. Hier liegt die Gebühr bei 180 Euro.
So beträgt die Gebühr im Durchschnitt 266 Euro.

Bitte denken sie logisch: Manche Hunde verursachen hohe Tierarztkosten, müssen vielleicht die Pflegestelle wechseln und verursachen viele Benzinkosten, müssen in eine Hundepension bei Krankheit der Pflegestelle oder müssen länger im Ausland auf Penison bleiben oder der Flug kostet mehr und diese Kosten kann man nicht auf einen Adoptanten und dessen Hund alleine umrechnen.

Hier rechnen Tierschützer einfach die Gebühren der Hunde mit an, die gesund und munter hier ankommen und vermittelt werden ohne ein großes Minus zu verursachen.

Jedoch seien sie gewiss, keiner macht hier Gewinn, die Gebühren fliessen alle in die Tierschutzarbeit und alle Tierschützer wirtschaften immer am negativen Limit. Auch fliesst oft Privatvermögen in die Tierschutzarbeit.

Mit der Schutzgebühr sollten ja auch Benzin, Transportboxen sowie Maut und Mietgebühren für den Transporter, Flugkosten, Pensionskosten mit finanziert werden, was gedoch nicht immer klappt. Auch sämtliche Tierarztkosten (Impfungen, Chip, Medikamente, Kastrationen, Operationen, Bluttests, Wurmkuren, Flohmittel, etc.) fallen an und müssen übernommen werden. Dies ist oft nur durch Spenden möglich und indem uns Helfer einige Dinge zahlen.

Übrigens: Alle Mitarbeiter im Team helfen ehrenamtlich in ihrer Freizeit.

Wir bitten auch um Ihr Verständnis, dass wir ab dem Zeitpunkt der Übernahme Ihres neuen Freundes, keine weiteren Kosten mehr übernehmen.

Wir stehen ihnen aber mit Rat und Tat zur Seite. Sie können sich nach der Adoption jederzeit an ihre zuständige Pflegestelle wenden.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass sie die Schutzgebühr nicht zurückerstattet bekommen, wenn Sie Ihren Hund – aus welchen Gründen auch immer – zurückgeben müssen.

Bei den Schützlingen handelt es sich nicht um eine Ware mit Garantie und Gewährleistung. Wir bitten Sie daher, vor Unterzeichnung des Schutzvertrages diesen genau durchzulesen.

Nun hoffen wir, Ihnen unsere Arbeit etwas näher gebracht zu haben und wünschen Ihnen und Ihrem neuen Hausgenossen viel Freude miteinander.