Gesundheit der Tierschutzhunde

 


Die Hunde sind vor dem Auszug entwurmt und mit einem Spot On gegen Zecken und Flöhe behandelt.

Die Entwurmung hält aber nicht prophylaktisch an, sondern muss eben bei einem Wurmbefall akut gemacht werden.

So kann es sein, dass sich die Hunde auch einige Tage nach der Entwurmung wieder Würmern einfangen können.

Die Würmer und andere Parasiten können Hunde natürlich nicht nur im Tierheim bekommen. Dies betrifft nicht nur Hunde vom Tierschutz, sondern immer wo mehrere Hunde zusammenkommen ist eine Ansteckung möglich.

Bitte lassen sie eine Kotprobe testen (Würmer, Giardien, Kokzidien- ihr Tierarzt berät sie), oder entwurmen und behandeln sie ca 4 Wochen nach Ankunft mit einem geeigneten Mittel.

Auch wäre ein Bluttest 5-6 Monate nach der Ankunft aus Spanien ratsam, wie man es auch nach einem Urlaub mit Hund im Süden raten würde. In so einem Bluttest lässt man auf Reisekrankheiten (in erster Linie Leishmaniose) testen. 

Ein normales Blutbild machen zu lassen kann auch nie schaden, denn immerhin litten die Hunde oft unter Mangelernährung.

Vor Anschaffung eines Hundes solle man sich auch mit den rassetypischen Krankheiten befassen.

Manche Kleinhunde leiden unter dem sogenannenten Rückwärtsniesen (Trachealkollaps). Auch verbreitet sind Knieprobleme (PL abgekürzt), die operiert werden müssen. Seltener bei Kleinhunden gibt es Hüftprobleme, wohl aber auch mal Bandscheibenprobleme, (vor allem bei kurzbeinigen Hunden mit langem Rücken).

Auch neigen kleine Hunde eher zu Zahnstein (man kann einem Hund aber auch lernen, dass er sich die Zähne mit Kinderzahnbürste und Hundezahnpasta -z.b. Platinum Gel Salmon Geschmack- putzen lässt).
Manchen neigen mit  ihren proportional großen Augen zu tränenden oder entzündeten Augen. Auch ist im Alter ein Glaukom oder eine PRA (Netzhautablösung) nicht auszuschließen.

Die Hunde stammen eben alle nicht aus einer Tip Top Zucht . Bei einer Zuchtverpaarung wird vorab viel getestet und nur zuchttaugliche Hunde werden verpaart. Tierschutzhunde waren oft ungewollter Nachwuchs, unbedachter Nachwuchs oder eben Hunde von der Straße.
Wir kennen die Elterntiere unserer Hunde somit natürlich meist nicht.

Sprechen sie die Pflegestellen und Vermittler auf die Gesundheit der Hunde an. Wenn gesundheitliche Probleme bekannt sind, werden sie darüber im Vermittlungstext informiert oder persönlich aufgeklärt (gerne geben wir Infos zu den Mittelmeerkrankheiten oder verweisen an gute Tierärzte). 
Die Pflegestellen haben die Hunde so gut wie möglich umsorgt und gepflegt (manche Hunde hatten es im Tierheim schwer und kamen geschwächt in Deutschland an und mussten aufgepäppelt werden und durch ein geschwächtes Immunsystem sind sie anfälliger für Milben oder Augenentzündungen oder andere Wehwehchen). Sobald die Hunde genesen sind, (bei chronischer Erkrankung teilen wir dies mit) werden sie in ein Zuhause vermittelt.

Man sollte bei einer Adoption davon ausgehen, dass man ein Lebewesen vor sich hat -und kein Kuscheltier- dass auch nach der Anschaffung noch Geld kostet. Dies gilt auch für Hunde vom Züchter, denn auch diese haben manchmal mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.


Es geht beim Tierschutz darum, etwas Gutes zutun. Mit all den Konsequenzen.
Man sollte die Adoption eines Tierschutzhundes immer unter diesem Aspekt sehen.