Woher kommen die Hunde?


Immer wieder nehmen wir in unsere Vermittlung Straßenhunde auf. Ja, richtig, kleine Hunde von der Straße. Diese leben dann erst einmal vor Ort (Rumänien, Ungarn, Spanien) auf Pflegestellen oder privaten Tierheimen (Pflegestellen dort haben teils 40 Hunde in Haus und Garten). Die Hunde werden vor Ort gechipt, geimpft, entwurmt, entfloht. Bei Krankheit auch behandelt, so gut es eben geht.

Viele Straßenhunde sind aber keine typischen Straßenhunde, wie es sich viele Deutsche vorstellen. Es sind keine verwilderten, wolfartigen Hunde. Keine "gefährlichen"oder scheuen Hunde, die sich in der Natur lange durchschlagen mussten. Diese Hunde gibt es auch. Diese werden aber von den Tierschützern vor Ort betreut, kastriert, gefüttert und sind meist nicht für eine Vermittlung geeignet.
Nein, wenn man diese Krallen sieht, weiss man, diese Hündin hatte sicher ein Zuhause und wurde dann einfach ausgesetzt.


Solch lange Krallen hat kein Hund, der lange auf der Straße lebte. Auch kannte diese Hündin Geschirr und Leine und sitzt brav beim Fahren im Auto, kennt das Leben im Haus und setzt sich für Leckerlie sogar brav hin.Manchmal passiert es, dass Hunde im privaten Tierheim abgegeben werden. Oder, wie diese kleine Hübsche, über den Zaun ins private Tierheim geworfen werden. 



Sie war trächtig. Man wollte sich vielleicht den Stress mit Welpen ersparen. Die kleine Hündin verlor ihre Welpen noch vor der Geburt.Werde Hunde auf der Straße aufgegriffen und von Hundefängern eingefangen, landen sie im städtischen Tierheim. Hier ein paar Infos zu den städtischen Tierheimen in Rumänien:
http://mapofhope.wordpress.com/2014/07/05/fast-alle-schon-tot-verendet-bei-der-aspa/

Dort können die Hunde nach einiger Zeit getötet werden. Oder sie verhungern, sterben an Krankheit oder Verletzungen, geben sich auf und vegetieren vor sich hin. Wenige kommen gut dort mit der Situation klar.
Diese Tierheime sind nicht mit deutschen Tierheimen zu vergleichen

Botosani: Hier hat ein Veterinär das ganze Tierheim ausgelöscht.


Craiova:






Cornetu


 

Ein Tierheim in Ungarn hat Gitterboxen, kaum größer als 1,20 m, in denen die Hunde leben. Ehrenamtliche Tierschützer fahren dort hin, machen Fotos und kümmern sich um die Vermittlung.

In manchen staatlichen Tierheimen tut sich was, es werden neue Zwinger mit Dach gebaut, oder die Hunde werden nach Größe, Alter und Geschlecht getrennt (oft kommt es zu Beissereien wenn eine läufige Hündin im Zwinger mit Rüden ist). Doch dies ist noch viel zu selten. So oder so kann man die Tierheime im Ausland leider nicht mit den unseren vergleichen. Immernoch müssen ehrenamtliche den Hunden dort Futter bringen. Die armen Hunde werden von Würmern und Milben zerfressen und bräuchten doch viel mehr, als nur Futter.

Selbst in den privaten Tierheimen gibt es oft wenig: Keine Decken und Bettchen, weil die Reinigung nicht möglich ist. Immerhin dank Spenden gibt es fast täglich Futter.
In einem privaten Tierheim gibt es keine Zwinger, dafür leben die Hunde aber an kurzer Kette, zu ihrer und anderer Hunde Sicherheit.










Natürlich ist es am wichtigsten, dass die Ehrenamtlichen vor Ort helfen und Aufklärung leisten. Dies können sie mit den finanziellen Mitteln aus Deutschland.

Es gibt dadurch Kastrationsaktionen, Futterstellen, Pflege und Versorgung der Hunde in Not.

Das größte Problem ist jedoch, dass das Umdenken in anderen Ländern hin zu mehr Verantwortung und Fürsorge gegenüber der Tier -zumindest für uns Tierschützer- sehr langsam voran geht. Doch es geht voran!